Erkrankungen von Magen und Zwölffingerdarm: Ursachen und Therapie

Erkrankungen des Magens und des Zwölffingerdarms zählen zu den häufigsten gastrointestinalen Beschwerden. Sie reichen von Entzündungen bis zu Geschwüren und erfordern individuelle Diagnostik und Behandlung.


Der Magen und der Zwölffingerdarm übernehmen zentrale Aufgaben bei der Verdauung, indem sie Nahrung zerkleinern und Enzyme freisetzen. Störungen in diesem Bereich können zu weitreichenden Beschwerden wie Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit oder Völlegefühl führen. Häufig liegen funktionelle Störungen oder entzündliche Prozesse zugrunde. Ein gezieltes Gespräch zur Krankengeschichte sowie eine körperliche Untersuchung bilden die Basis für eine weitere Abklärung.

Gastritis und ihre Ursachen

Die Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis) äußert sich häufig durch brennende Schmerzen und Übelkeit. Auslöser sind unter anderem ein Befall mit dem Bakterium Helicobacter pylori, langandauernde Einnahme von Schmerzmitteln (NSAR) oder übermäßiger Alkoholkonsum. Auch seelischer Stress und bestimmte Nahrungsmittel können die Schleimhaut irritieren. Unbehandelt kann die akute Gastritis chronisch werden und das Risiko für Schleimhautschäden erhöhen.

Ulcera im Magen- und Zwölffingerdarmbereich

Magengeschwüre (Ulcus ventriculi) und Zwölffingerdarmgeschwüre (Ulcus duodeni) entstehen durch ein Ungleichgewicht zwischen aggressiven Stoffen wie Magensäure und schützenden Schleimhautschichten. Typische Symptome sind stechende Oberbauchschmerzen, die gestreut in Rücken oder Brustkorb ausstrahlen können. Ein Befall mit Helicobacter pylori stellt einen bedeutenden Risikofaktor dar. Unbehandelte Geschwüre bergen die Gefahr von Blutungen oder Durchbrüchen (Perforationen).

Diagnoseverfahren

Zur Abklärung kommen häufig eine Magenspiegelung (Gastroskopie) und Ultraschalluntersuchungen zum Einsatz. Während der Gastroskopie können Proben der Schleimhaut entnommen und auf Entzündungszellen oder Keime untersucht werden. Blut- und Atemtests dienen ergänzend zum Nachweis von Helicobacter pylori. Eine sorgfältige Befundinterpretation legt das Fundament für eine gezielte und wirksame Behandlung.

Therapieansätze

Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Ausprägung der Erkrankung. Bei Helicobacter-Infektionen wird eine kombinierte Antibiotikatherapie mit Säureblockern eingesetzt. NSAR-bedingte Schleimhautschäden können durch absetzbare Medikamente und die Gabe schützender Präparate gelindert werden. Säureblocker wie Protonenpumpenhemmer reduzieren die Magensäureproduktion und fördern die Heilung. Begleitend sind eine ausgewogene Ernährung und Verzicht auf Rauchen empfehlenswert, um Rückfälle zu vermeiden.

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