Wechseljahre und Phytopharmaka im Überblick

Pflanzliche Präparate können helfen, Wechseljahresbeschwerden auf sanfte Weise zu lindern.


Die Wechseljahre markieren den natürlichen Übergang im Leben vieler Frauen und gehen oft mit Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen einher. Neben hormonellen Therapien gewinnen Phytopharmaka zunehmend an Bedeutung. Pflanzliche Arzneimittel wirken vergleichsweise sanft und können gezielt auf einzelne Beschwerden abzielen. In der Apotheke erhalten Sie eine Vielzahl geprüfter Extrakte und Fertigpräparate, die auf langjähriger Erfahrung und aktuellen Studien beruhen.

Isoflavone aus Soja und Rotklee

Isoflavone sind sekundäre Pflanzenstoffe, die in Sojabohnen oder Rotklee vorkommen und eine östrogenähnliche Wirkung entfalten. Studien zeigen, dass Tagesdosen von 40–80 mg Isoflavonen Hitzewallungen und nächtliche Schweißausbrüche um etwa 30–50 % reduzieren können. Nebenwirkungen sind selten; unter Umständen können Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Bei Schilddrüsenerkrankungen oder hormonabhängigen Tumoren sollte vor der Einnahme eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Traubensilberkerze und Mönchspfeffer

Extrakte der Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) gelten als bewährtes Mittel gegen Hitzewallungen und psychische Spannungen. Sie regulieren neuroendokrine Botenstoffe und verbessern das Wohlbefinden. Mönchspfeffer (Agnus castus) wird vor allem bei zyklusbedingten Beschwerden eingesetzt, kann aber auch in den Wechseljahren hormonelle Schwankungen ausgleichen. Beide Präparate sind gut verträglich. Eine Einnahme über mindestens drei Monate wird empfohlen, um eine deutliche Wirkung zu erzielen.

Salbei, Johanniskraut und Co.

Weitere Phytopharmaka wie Salbeiblätter-Extrakt können übermäßiges Schwitzen mindern und die Schleimhäute stärken. Johanniskraut hilft bei leichten depressiven Verstimmungen, sollte aber wegen Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln nur nach Rücksprache eingenommen werden. Für jede Frau empfiehlt sich eine individuelle Kombination, abgestimmt auf Beschwerden und Gesundheitszustand. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten, um Qualität, Dosierung und Wechselwirkungen zu klären.

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