Kinderfieber richtig einschätzen und handeln

Bei Fieber bei Kindern ist Ruhe und Besonnenheit gefragt, um angemessen zu reagieren.


Fieber ist bei Kindern eine häufige Reaktion auf Infekte und dient dem Körper als Abwehrmechanismus. Eltern sollten zunächst in Ruhe die Temperatur messen – digital oder mit einem geeigneten Thermometer. Werte ab 38 °C gelten als erhöhter Temperaturbereich; ab 38,5 °C sprechen Kinderärzte von echtem Fieber. Beobachten Sie zudem das allgemeine Befinden: Ist Ihr Kind munter und trinkt ausreichend, lassen sich oft erste Maßnahmen zu Hause ergreifen.

Wann in die Apotheke?

Bei mäßigem Fieber oder Unwohlsein kann die Apotheke erste Hilfestellung leisten. Hier erhalten Sie praktische Tipps zu fiebersenkenden Maßnahmen wie Wadenwickeln oder einer altersgerechten Flüssigkeitszufuhr. In der Apotheke werden auch geeignete Zusatzmittel wie Elektrolytlösungen angeboten, um den Wasser- und Salzhaushalt zu stabilisieren. Zudem lässt sich hier klären, ob ein rezeptfreies fiebersenkendes Präparat in Ihrem Fall sinnvoll ist und in welcher Dosierung es korrekt angewendet wird.

Eine Beratung in der Apotheke empfiehlt sich ebenfalls bei Unsicherheiten: etwa, wenn das Kind das erste Mal fiebert, Vorerkrankungen vorliegen oder das Fieber immer wieder ansteigt. Das Apothekenpersonal kann zudem Hinweise zur Beobachtung des Kindes geben und erläutern, wann ein Arztbesuch dringend notwendig ist.

Ein Arzt sollte konsultiert werden, wenn das Fieber länger als drei Tage anhält, Ihr Kind jünger als drei Monate ist oder bereits chronische Erkrankungen bestehen. Dringend ärztliche Hilfe erforderlich ist außerdem bei anhaltendem Erbrechen, starkem Durst, ungewöhnlicher Schläfrigkeit, Hautausschlägen oder Krampfanfällen. Auch bei Fieber über 40 °C oder raschem Temperaturanstieg ist eine ärztliche Abklärung empfehlenswert, um Komplikationen auszuschließen.

In vielen Fällen ist Fieber bei Kindern ein vorübergehendes Symptom, das mit Schonung und Flüssigkeitszufuhr gut zu Hause betreut werden kann. Bleiben Sie gelassen, beobachten Sie Ihr Kind sorgfältig und nutzen Sie die Apotheke als ersten kompetenten Ansprechpartner. Bei Warnzeichen oder anhaltendem Fieber zögern Sie nicht, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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