Kinderfieber: Ruhe bewahren und richtig handeln

Bei Fieber im Kindesalter ist besonnenes Handeln gefragt, um die richtige Versorgung sicherzustellen.


Fieber ist eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers und bei Kindern weit verbreitet. Ab einer Körpertemperatur von etwa 38 °C spricht man von leichtem Fieber, ab 39 °C von hohem Fieber. Wichtig ist zunächst, die Temperatur regelmäßig mit einem zuverlässigen Thermometer zu messen und auf Begleitsymptome wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder Dehydrierungszeichen zu achten. Ein ruhiger Umgang hilft, Stress bei Kind und Eltern zu reduzieren.

Zu Hause stehen einfache Maßnahmen im Vordergrund: Ausreichend Flüssigkeit anbieten, leichte Kleidung wählen und fürs Wohlbefinden sorgen. Wadenwickel mit lauwarmem Wasser können bei hohem Fieber unterstützend wirken. Wenn Unsicherheit bei Dosierung oder Anwendung von fiebersenkenden Präparaten besteht, ist die Apotheke der erste Ansprechpartner. Das Fachpersonal berät zu geeigneten Wirkstoffen wie Paracetamol oder Ibuprofen und zur altersgerechten Dosierung.

Akute Maßnahmen und Unterstützung aus der Apotheke

In der Apotheke kann man unterschiedliche Darreichungsformen erhalten – von Zäpfchen über Suspension bis zu Tabletten. Die Mitarbeitenden erläutern, wie oft und in welcher Menge die Mittel verabreicht werden dürfen. Darüber hinaus geben sie Tipps zum Umgang mit Begleitsymptomen wie Halsschmerzen oder Husten. Pflanzliche Tees und Hustensäfte ohne Alkohol bieten zusätzliche Linderung. Wer unsicher ist, fragt speziell nach Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder individuellen Risiken beim Kind.

Warnsignale und Arztbesuch

Ein Arztbesuch ist unverzüglich angezeigt, wenn das Fieber länger als drei Tage anhält oder über 39,5 °C steigt. Weitere Alarmsignale sind anhaltende Abgeschlagenheit, Atemnot, starker Durst, Hautausschläge, Krampfanfälle oder ein sehr schlechtes Trinkverhalten. Säuglinge unter drei Monaten mit einer Temperatur über 38 °C sollten sofort ärztlich untersucht werden. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, die Kinderarztpraxis oder den Notdienst zu kontaktieren, um mögliche Komplikationen frühzeitig auszuschließen.

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