Kinderfieber: Ruhe bewahren und richtig reagieren

Fieber bei Kindern ist eine normale Abwehrreaktion, doch Eltern fragen sich oft, wann ein Gang zur Apotheke genügt und wann ein Arztbesuch nötig ist.


Fieber ist eine häufige Begleiterscheinung von Infektionen und ein Zeichen dafür, dass das kindliche Immunsystem arbeitet. Eltern fühlen sich oft unsicher, weil die Temperatur schnell ansteigen kann. Umso wichtiger ist es, Ruhe zu bewahren und das Fieber mit einem verlässlichen Thermometer zu kontrollieren. Idealerweise benutzt man digitale Modelle und misst rektal bei Säuglingen, im Mund- oder Achselbereich bei älteren Kindern. Erst ab 38,5 °C spricht man meist von krankhaft erhöhter Temperatur.

Unterstützend kann man das Kind langsam entkleiden und leichte Bekleidung wählen. Ausreichend Flüssigkeit, etwa Wasser oder ungesüßten Tee, beugt Dehydration vor. Milde Maßnahmen wie Wadenwickel oder lauwarmes Abreiben helfen dabei, die Körpertemperatur sanft zu senken. Wichtig ist auch Schlaf und Schonung. Bei anhaltendem Unwohlsein oder schlaflosen Nächten lässt sich zusätzlich ein fiebersenkendes Präparat aus der Apotheke einsetzen – selbstverständlich nur nach Beratung und altersgerechter Dosierung.

Wann ist ein Apothekerbesuch sinnvoll?

In der Apotheke erhalten Sie konkrete Empfehlungen zu geeigneten Mitteln wie Paracetamol oder Ibuprofen in altersgerechter Dosierung. Auch der richtige Umgang mit Tropfen, Suspensionen oder Zäpfchen lässt sich dort klären. Zudem können Apotheker Tipps zu Flüssigkeitsangebot, Anwendung von Wadenwickeln und begleitender Pflege geben. Ein Gang zur Apotheke lohnt sich, sobald Fieber über 38,5 °C auftritt und das Kind deutliche Unruhe, Kopfschmerzen oder Gliederschmerzen zeigt.

Wann sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden?

Ein Arztbesuch ist dringend erforderlich bei: Neugeborenen und Säuglingen unter drei Monaten mit jeder Temperaturerhöhung, anhaltendem Fieber über 48 Stunden, Fieber über 40 °C oder raschem Temperaturanstieg. Ebenso bei Alarmzeichen wie Trink- und Essverweigerung, starker Schläfrigkeit, Atemnot, anhaltendem Erbrechen, Hautausschlag oder Krampfanfällen. Bei bekannten Vorerkrankungen, Immunschwäche oder chronischen Leiden sollte stets frühzeitig medizinischer Rat eingeholt werden.

Eltern sollten Fieber nicht als alleinige Gefahr sehen, sondern als Teil der natürlichen Abwehr. Mit Ruhe, richtiger Beobachtung und zeitgerechter Unterstützung durch Apotheke oder Arzt lässt sich das Wohlbefinden des Kindes fördern und Komplikationen vorbeugen. Bei Unsicherheiten oder ungewöhnlichen Symptomen zögern Sie nicht, professionellen Rat einzuholen.

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