Schmerzmittel ohne Rezept: Paracetamol vs. Ibuprofen vs. ASS
Paracetamol, Ibuprofen und Acetylsalicylsäure (ASS) zählen zu den am häufigsten eingesetzten rezeptfreien Schmerzmitteln.
Leichte bis mäßige Schmerzen sowie Fieber lassen sich häufig mit rezeptfreien Wirkstoffen lindern. Paracetamol, Ibuprofen und ASS (Acetylsalicylsäure) bieten unterschiedliche Wirkmechanismen und Einsatzgebiete. Vor der Anwendung sollten individuelle Vorerkrankungen, Begleitmedikationen und mögliche Wechselwirkungen berücksichtigt werden. Eine Beratung in der Apotheke kann helfen, das passende Präparat zu wählen.
Wirkung und Einsatzgebiete
Paracetamol wirkt schmerzlindernd (analgetisch) und fiebersenkend, besitzt jedoch kaum antientzündliche Eigenschaften. Ibuprofen zählt ebenfalls zu den Analgetika und Antipyretika, zusätzlich wirkt es entzündungshemmend (antiphlogistisch). ASS wird neben seiner schmerzlindernden und fiebersenkenden Wirkung vor allem aufgrund seiner gerinnungshemmenden (antithrombotischen) Effekte eingesetzt. Während Paracetamol vor allem bei Kopfschmerzen oder Fieber geschätzt wird, kommt Ibuprofen häufig bei Muskel- und Gelenkschmerzen zum Einsatz.
Nebenwirkungen und Kontraindikationen
Paracetamol gilt in der empfohlenen Dosierung als gut verträglich, eine Überdosierung kann jedoch zu Leberschäden führen. Ibuprofen kann Magen-Darm-Beschwerden, Nierenfunktionsstörungen und eine Verschlechterung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. ASS kann die Magenschleimhaut reizen und das Blutungsrisiko erhöhen, daher ist Vorsicht bei Magenulzera und Asthma anamnestisch geboten. ASS sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen mit viralen Infekten eingesetzt werden (Reye-Syndrom).
Dosierung und Anwendungshinweise
Paracetamol: Erwachsene 500–1 000 mg alle 4–6 Stunden, max. 4 g/Tag. Ibuprofen: Erwachsene 200–400 mg alle 6–8 Stunden, max. 1 200 mg/Tag (rezeptfrei). ASS: Erwachsene 500–1 000 mg alle 4–6 Stunden, max. 3 g/Tag. Zwischen den Einnahmen sollten ausreichend lange Pausen eingehalten und die niedrigste wirksame Dosis gewählt werden.
Für eine individuelle Risikoabschätzung und Dosierungsanpassung empfiehlt sich eine Rücksprache in der Apotheke oder mit dem behandelnden Arzt, insbesondere bei bestehenden Vorerkrankungen oder bei gleichzeitiger Einnahme weiterer Medikamente.
